Green organizations for sustainable future
Green organizations for sustainable future
Green organizations for sustainable future
Green organizations for sustainable future
Green organizations for sustainable future
Green organizations for sustainable future
Green organizations for sustainable future
Green organizations for sustainable future

Online training German

1. Gerechte Übergangspraktiken

(Just transition practices)

1.1. Der Kontext des gerechten Übergangs: Klimawandel und grüner werdende Wirtschaft

Als eine der Ursachen des beobachteten Klimawandels wird das Handeln des Menschen angesehen[2], das durch seine Aktivitäten zu einer Erhöhung der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre beiträgt, was zum Treibhauseffekt führt (Abbildung 1).

 

Abbildung 1. Wie kommt es zum Treibhauseffekt

 sustainable-future.eu

Quelle: Eigene Arbeit

 

Der Treibhauseffekt ist ein Phänomen, das in der Erhöhung der Temperatur des Planeten besteht, die durch das Vorhandensein von Treibhausgasen (THG) in der Atmosphäre verursacht wird[3].  Als Mechanismus an sich ist sie ein Segen für Mensch und Pflanze, weil auf diese Weise die Bedingungen für die Entwicklung des Lebens geschaffen werden.
Doch eine erhöhte Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre führt zu einer Verstärkung des Treibhauseffekts und zu einer signifikanten globalen Erwärmung, d.h. zu einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur. Und das ist nicht mehr unbedingt gut für das Leben auf der Erde.  Obwohl der globale Klimawandel nach allgemeinem Verständnis mit einem Temperaturanstieg gleichgesetzt wird, verändern sich tatsächlich alle Elemente der miteinander verbundenen Klima- und Wassersysteme und damit auch viele physikalische, biologische und menschliche (sozioökonomische) Systeme[4]. Die Gletscher schmelzen alarmierend schnell, der Salzgehalt des Meerwassers nimmt ab, was zur Zerstörung der darin lebenden Organismen (z.B. Korallenriffe) führt, und es gibt immer mehr Gebiete, die extremen Wetterereignissen - Überschwemmungen oder Dürren - ausgesetzt sind. Die Lebensräume der Tiere verändern sich, so dass einige Arten zum Aussterben verurteilt sind, wenn sie sich nicht an diese Veränderungen anpassen können. Dies führt zu einer unfreundlichen Umwelt auch für den Menschen: Hitzewellen in Kombination mit luftgetragenen Allergenen beeinträchtigen die Gesundheit der Menschen, und ihre Sicherheit und ihr Leben sind durch Naturkatastrophen bedroht.

 

Die globale Temperatur ist in den letzten 40 Jahren stetig angestiegen, und Prognosen für die Zukunft sagen eine weitere, noch intensivere globale Erwärmung voraus. Wenn menschliche Aktivitäten für den größten Teil der gegenwärtigen Erwärmung verantwortlich sind, dann kann durch entsprechende Gestaltung dieses Handelns versucht werden, sie langfristig zu begrenzen. Was die Menschheit tun kann, um die Erde für künftige Generationen zu retten, ist, die negativen Folgen ihrer Aktivitäten zu minimieren, indem sie die Menge der in die Umwelt freigesetzten Treibhausgasemissionen verringert. Dies erfordert jedoch ein koordiniertes und globales Vorgehen, um die Intensivierung des Treibhauseffekts zu stoppen, der weitgehend durch die zunehmende Verbrennung von Kohle, Öl und Gas verursacht wird, und auch die Entwaldung zu verhindern. Dies gilt insbesondere für die Branchen, die für erhebliche Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, wie Energie, Landwirtschaft (Methan- und Distickstoffoxid-Emissionen), Verkehr, Siedlungen, Abfallwirtschaft, Handel und Dienstleistungen. Dies bedeutet, dass die Menschheit mit der Notwendigkeit eines Energiewandels konfrontiert ist, der eine Änderung der Art und Weise, wie Energie erzeugt und verbraucht wird, sowie der Technologie, die zu ihrer Erzeugung und Gewinnung eingesetzt wird, mit sich bringt.  Dies bedeutet den Verzicht auf die Produktion und Nutzung der gewonnenen Energie aus Hochenergieträgern wie Öl, Gas und Kohle und den Einsatz von kohlenstoffarmer und kohlenstofffreier Energie aus erneuerbaren Quellen. Dieser Wandel wird manchmal auch als Übergang von einer kohlenstoffreichen Wirtschaft zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft (die so genannte Dekarbonisierung der Wirtschaft) oder als neutrale Wirtschaft bezeichnet.

 

Während die kohlenstoffreiche Wirtschaft eine Wirtschaftsform bedeutet, die auf traditionellen Technologien und fossilen Brennstoffen basiert, die für hohe Treibhausgasemissionen verantwortlich sind und somit zum Treibhauseffekt und zum Klimawandel beitragen, ist eine kohlenstoffarme Wirtschaft das Gegenteil davon und stützt sich auf umweltfreundliche Technologien und Energiequellen. Eine kohlenstoffarme Wirtschaft ist eine Wirtschaft, die ein langfristiges Wachstum und die effizienteste Nutzung von Ressourcen anstrebt und gleichzeitig Emissionen und negative Umweltauswirkungen minimiert. Unter neutraler Wirtschaft oder Klimaneutralität versteht man eine Form der menschlichen Aktivität auf der Erde, die keine "Netto"-Emissionen von Treibhausgasen (THG) verursacht. Das hängt mit der maximalen Reduktion der CO2-Emissionen aus Industrie, Verkehr und Energie und auch mit einem Ausgleich derjenigen Emissionen, die sich nicht reduzieren lassen und zwar durch vermehrte Resorption, z.B. durch das Pflanzen von Bäumen zusammen.

 

Die beschriebenen Prozesse sind für Fachleute aus verschiedenen Bereichen von Interesse, denn sie versuchen viele aufkommende Fragen und Zweifel zu beantworten. Dieses Wissen, das jeden von uns betrifft, weil wir darauf aufbauend unsere Lebensbedingungen gestalten können, bedarf der Förderung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit in dieser Hinsicht. Für die Europäische Union stehen Umweltfragen, nachhaltige Entwicklung und der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft seit vielen Jahren im Mittelpunkt der Interesse, was sich in einer Reihe von gemeinsamen Aktionen und Initiativen sowie in den jüngsten gesetzgeberischen Vorbereitungen in diesem Bereich dem Europäischen Grünen Deal  (European Green Deal) widerspiegelt. Dieses Thema wird auch in den Medien breit diskutiert und bringt Fachbegriffe aus diesem Bereich in unser tägliches Leben. Während der Begriff "Ökologie" allgemein mit Grün assoziiert wird, verstanden wird und keiner zusätzlichen Erklärung bedarf, sind neuere Begriffe, die ebenso eingängig sind und oft gehört werden, vielleicht nicht ganz klar. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Begriffe zu erwähnen, die mit dem Adjektiv "grün" beschrieben werden, d.h. grüne Wirtschaft, grüne Unternehmen/Organisationen oder grüne Arbeitsplätze.

 

Grüne Wirtschaft (engl.: green economy) - ist eine Art der Bewirtschaftung, die darauf abzielt, den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu reduzieren, weniger Abfall zu produzieren, Treibhausgasemissionen zu verringern und gesellschaftliche Ungleichheiten auszugleichen.  Es handelt sich um eine Wirtschaft, die Wohlstand und soziale Gleichheit steigert und gleichzeitig Umweltrisiken und Ressourcenknappheit [5] verringert, und sie ist einer der Wege zu einer nachhaltigen Entwicklung. Die EU-Strategie Europa 2020 definiert die grüne Wirtschaft als eine Wirtschaft, die durch Investitionen und den Schutz des natürlichen Kapitals, von dem das langfristige Überleben des Planeten abhängt, Wachstum schafft, Arbeitsplätze bildet und Armut verhindert.  Sie steht im Gegensatz zur so genannten braunen Wirtschaft, d.h. der Wirtschaft, die auf dem Abbau fossiler Brennstoffe und nicht erneuerbarer Ressourcen basiert[6]. Das Grün bedeutet hier nicht nur die Berücksichtigung von Umweltaspekten bei allen Entscheidungen und Produktionsprozessen im Laufe des gesamten Zyklus, sondern auch die Achtung der Umwelt und ihrer Ressourcen, den Wunsch, diese Ressourcen für künftige Generationen zu schützen (Generationengerechtigkeit) und den Zugang zu diesen Ressourcen im globalen Maßstab. Was das Konzept der grünen Wirtschaft auszeichnet, ist sein multidimensionaler Charakter, da es drei grundlegende Aspekte berücksichtigt[7]: den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Aspekt. Der wirtschaftliche Aspekt bezieht sich auf die Stimulierung des Wirtschaftswachstums unter Berücksichtigung der Verantwortung für den Zustand der Umwelt (ökologischer Aspekt), während gleichzeitig sichergestellt wird, dass soziale Ziele wie die Erhöhung der gesellschaftlichen Eingliederung, die Gewährleistung der Gerechtigkeit zwischen den Generationen und die Verringerung von Armut und Ungleichheit erreicht werden.

 

Grünes Business (grüne Organisationen) – es sind laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)[8] diejenigen Unternehmen, deren Wesen darin besteht, Geld zu verdienen, und das Adjektiv "grün" bedeutet, dass dies auf nachhaltige Weise geschieht, ohne die Umwelt zu schädigen. Das grüne Business kann auf zwei Arten grün sein. Erstens ist ein Unternehmen grün, wenn das Ergebnis seiner Aktivitäten umweltfreundliche Produkte oder Dienstleistungen sind. Beispiele für ein solches grünes Business können Unternehmen sein, die sich mit Abfall befassen oder im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind. Die ersten davon sind umweltfreundlich, wenn sie Abfälle sammeln und behandeln, recyceln, kompostieren oder entsorgen, während die anderen sh mit der Herstellung, Installation und Wartung von Sonnenkollektoren befassen, die saubere Energie erzeugen. Häufig werden bei den Produkten/Dienstleistungen solcher grüner Unternehmen technologische Innovationen eingesetzt.

 

Die zweite Möglichkeit, ein Unternehmen, das in traditionellen Sektoren tätig ist und traditionelle Produkte/Dienstleistungen anbietet, "grün" zu machen, besteht darin, sein Geschäft auf grüne Prozesse zu stützen. Beispielsweise vertritt ein Friseursalon das grüne Business, wenn er organische Farbstoffe und Stylingprodukte verwendet, Sonnenkollektoren zur Stromversorgung und zum Betrieb der Geräte installiert hat oder gebrauchte Möbel und Ausstattung bestellt hat. Ein weiteres Beispiel kann ein Bekleidungshersteller sein, der organische Rohstoffe (z.B. Baumwolle, Farbstoffe) verwendet, Abwasser filtert, um es zur Bewässerung wiederverwenden zu können, oder LED-Leuchten installiert hat.

 

Das bedeutet, dass Unternehmer zwei Möglichkeiten haben, in den grünen Business einzusteigen: sie können umweltfreundliche Produkte/Dienstleistungen anbieten, oder sie können mit umweltfreundlichen Verfahren oder mit sauberen Technologien ihr Geschäft führen, um auf diese Weise ihren negativen Einfluss auf die Umwelt zu reduzieren.

 

Die "Begrünung" der Tätigkeit von Unternehmen in traditionellen Industrien kann auf viele verschiedene Arten erfolgen. Es werden jedoch die Hauptpfeiler der Umstellung der Geschäftsprozesse auf die grünere Verfahren [9] aufgezeigt, und zwar sind das:1) Recycling und Abfallreduzierung unter Beibehaltung folgender Prinzipien: Reduzierung, Wiederverwendung, Recycling, Abfalltrennung, umweltfreundliche Entsorgung; 2) Wasser- und Energieeinsparung, empfohlene Prinzipien sind: Einsparung von Wärme und Strom, Einsparung von Wasser, Einsatz energiesparender Geräte, Einsatz nur bei Bedarf, Nutzung erneuerbarer Energiequellen; 3) grüne Versorgung, empfohlene Prinzipien sind: umweltfreundliche Materialien/Produkte vor Ort erwerben, umweltfreundliche Lieferanten wählen; 4) grüner Vertrieb, empfohlene Prinzipien sind: den Transport zu weit entfernten Orten zu vermeiden, umweltfreundliche Transportmethoden zu verwenden, mit Händlern zusammenzuarbeiten, die sich um das Wohl der Umwelt kümmern; 5) gerechte Arbeit, empfohlene Grundsätze sind: Bedingungen für produktive Arbeit schaffen, gerechte Entlohnung gewährleisten, sichere und hygienische Arbeitsbedingungen schaffen, sozialer Schutz, Chancengleichheit und Gleichbehandlung.

 

Laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind grüne Arbeitsplätze solche, die dazu beitragen, negative Umweltauswirkungen zu reduzieren, was zur Schaffung ökologisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich nachhaltigen Unternehmen und Wirtschaften führt. Es handelt sich dabei um Arbeitsplätze, die zu Folgendem beitragen: Verringerung des Energie- und Rohstoffverbrauchs, Verringerung der Treibhausgasemissionen, Verringerung von Abfall und Umweltverschmutzung sowie Schutz und Wiederherstellung von Ökosystemen. Mit anderen Worten: Grüne Arbeitsplätze betreffen alle Arbeitsplätze, die die grüne Wirtschaft unterstützen. Es wird davon ausgegangen, dass grüne Arbeitsplätze zwei wichtige Funktionen[10] erfüllen: Erstens spielen sie eine innovative Rolle im Hinblick auf die Substitution und Ergänzung traditioneller Arbeitsplätze, und zweitens bilden sie die Grundlage für die Schaffung eines neuen Managementrahmens durch die Verknüpfung mit modernen, ökoeffizienten Technologien der Zukunft. In der Praxis wird dieser Begriff mit Arbeitsplätzen im Bereich der erneuerbaren Energien assoziiert. Die Forschung über grüne Arbeitsplätze kann dazu beitragen, die Dynamik des Übergangs zu einer grünen Wirtschaft zu bewerten und diejenigen Faktoren zu identifizieren, die die Schaffung solcher Arbeitsplätze als eines neuen Sektors des Arbeitsmarktes unterstützen beziehungsweise sogar hemmen.

 

Die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organisation) schätzt, dass der Übergang zu einer nachhaltigen Entwicklung im Energiesektor bis 2030 weltweit rund 18 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen wird[11]. Im Jahr 2017 belief sich die Beschäftigung im Sektor der erneuerbaren Energien auf 10,3 Millionen Arbeitsplätze, und stieg um mehr als 5,3% im Vergleich zum Vorjahr.  Die Internationale Organisation für erneuerbare Energien [12] gibt an, dass 43% von dieser Beschäftigtenzahl Personen sind, die in China eingestellt wurden und nur ein kleiner Prozentsatz von ihnen in Afrika arbeitet. Wo neue Arbeitsplätze als Folge des wirtschaftlichen Wandels geschaffen werden, hängt von dem bestehenden regionalen komparativen Vorsprung sowie von maßgeschneiderten Politiken, die konkrete Richtungen des Handelns unterstützen ab.

 

Der Klimawandel und die Politik zur Abschwächung seiner negativen Folgen haben erhebliche Auswirkungen auf die unmittelbare Umgebung, das Leben, die Beschäftigung und das Einkommen der Menschen und Gemeinschaften rund um den Globus. Menschen mit niedrigem Einkommen sind von all den negativen Folgen besonders hart betroffen, da sie in der Regel in den am stärksten gefährdeten Gebieten leben und nicht in der Lage sind, sich gegen diese Bedrohungen zu wehren.  Insgesamt wird geschätzt, dass bis 2030 mehr als 100 Millionen Menschen infolge des Klimawandels in extreme Armut gedrängt werden könnten. Der soziale Schutz könnte diese Zahl auf 20 [13] Millionen reduzieren. Darüber hinaus wird die Umsetzung des industriellen Wandels, der sich aus der Politik zur Verringerung des Umfangs kohlenstoffintensiver Industrien ergibt, dazu führen, dass viele Arbeitnehmer vom Verlust ihres Arbeitsplatzes bedroht sind. Gleichzeitig wird die Entwicklung des grünen Business neue Arbeitsplätze und neue Möglichkeiten für diejenigen schaffen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben. Ein solcher Übergang erfordert jedoch die Einhaltung bestimmter Regeln und Grundsätze, um Einkommenssicherheit und einen reibungslosen Übergang für die gefährdeten Personen zu gewährleisten, aber auch Maßnahmen, um sicherzustellen, dass sie die unter den neuen Umständen erforderlichen Fähigkeiten entwickeln.

 

Resümee

  1. Menschliche Aktivitäten tragen zur globalen Erwärmung und damit zu Veränderungen in der natürlichen Umwelt bei, die negative Folgen sowohl für den Menschen selbst als auch für die Tier- und Pflanzenwelt haben.
  2. Der Faktor, durch den der Mensch zur globalen Erwärmung beiträgt, sind seine Aktivitäten, die zu erhöhten Emissionen und steigenden Gehalt an Treibhausgasen in der Atmosphäre führen.
  3. Die Einschränkung der Emission von Treibhausgasen in die Atmosphäre wird die Auswirkungen der globalen Erwärmung langfristig verlangsamen.
  4. Der Übergang zu einer kohlenstoffarmen (oder neutralen) Wirtschaft erfordert jedoch strukturelle Veränderungen, die negative Folgen für den Arbeitsmarkt und für die Beschäftigung in kohlenstoffreichen Sektoren haben können.
  5. Der Übergang zu einer kohlenstoffarmen, umweltfreundlichen Wirtschaft spiegelt sich in der gebräuchlichen Terminologie und in der Ergänzung "Grün" zu den früher gebräuchlichen Begriffe wider. Wir haben also eine grüne Wirtschaft, grüne Organisationen, grüne Arbeitsplätze oder grünen Business als Zeichen für einen grünen Ansatz in Bezug auf die Umwelt.
  6. Eine faire Transformation ist eine Idee, die folgende Frage beantwortet: Wie kann man die Wirtschaft transformieren, um ihre negativen Folgen zu begrenzen?

 

Zu diskutierende Probleme

  1. Der individuelle Aspekt der Mensch-Umwelt-Beziehung. Fragen zur Diskussion: Wie wird die Umwelt von jedem Mensch beeinflusst? Wenn ein Mensch Arbeitnehmer ist, beeinflusst er auch die Umwelt? Reicht das individuelle Engagement für den Umweltschutz aus, um die Erde vor weiteren Klimaveränderungen zu schützen?
  2. Wie umfangreich ist das Umweltwissen und -bewusstsein auf der Ebene der Mitarbeiter und des Managements? Fragen zur Diskussion: Verfügen die Mitarbeiter/Manager über ausreichendes Wissen über die Probleme des Klimawandels und die Gründe für die notwendige weltwirtschaftliche Transformation? Wie kann dieses Wissen in einem Unternehmensumfeld gefördert werden?
  3. Möglichkeiten zur Verbesserung Ihres Arbeitsplatzes/Unternehmens, um daraus einen umweltfreundlicheren (grüneren) Arbeitsplatz zu machen. Fragen zur Diskussion: Was kann das Unternehmen/der Mitarbeiter verändern, um umweltfreundlicher zu sein? Was sind die Hindernisse für diese Veränderungen? Gibt es Möglichkeiten, sie zu überwinden?

 

1.2. Ursprung und Wesen des Konzepts des gerechten Übergangs

Der Begriff "gerechter Übergang" hat in letzter Zeit an Popularität gewonnen, nicht nur in Europa, sondern auch weltweit. Wie bei vielen Praktiken im Bereich des Humanmanagements sind auch in der Praxis amerikanischer Unternehmen in den 1970er Jahren die Anfänge eines gerechten Übergangs zu sehen[14]. Tony Mazzocchi[15] gilt weithin als Vater dessen, was heute als gerechter Übergang bezeichnet wird, und das Konzept selbst ist das Ergebnis seiner Bemühungen, ökologische und gesellschaftliche Probleme miteinander in Einklang zu bringen.

 

In den  50-er Jahren forderte T. Mazzocchi Unterstützung für Mitarbeiter amerikanischer Unternehmen, die durch die Friedensbewegungen und die Reduzierung der Rüstungsproduktion ihren Arbeitsplatz verlieren könnten. Später, in den 1960er und 1970er Jahren, bemühte er sich intensiv um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit. Dann, in den 1990er Jahren, als die globale Erwärmung aufgrund der großflächigen Nutzung fossiler Brennstoffe durch den Menschen bestätigt wurde, arbeitete er auf die Schaffung eines Sonderprogramms für Arbeitnehmer (engl. superfundc for workers) hin, das den von der Umweltpolitik Betroffenen Unterstützung und Hilfe bieten sollte. Als Argument dafür nannte er die Tatsache, dass diese Arbeiterinnen und Arbeiter täglich unter schwierigen, oft gesundheitsschädlichen Bedingungen arbeiten, um die Welt mit Material und Energie zu versorgen. Ihnen in einer solchen Situation zu helfen, ist daher keine soziale Leistung, sondern eine Unterstützung, die diese Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verdient haben und verdienen, um einen Neuanfang zu ermöglichen. Auch im Namen des Umweltschutzes darf keine Arbeitnehmerin und kein Arbeitnehmer mit so hohen Kosten wie dem Verlust des Arbeitsplatzes belastet werden. Die Kosten des Übergangs zu einer umweltfreundlichen Wirtschaft sollten gleichmäßig über die Gesellschaft verteilt werden. Aufgrund negativer Assoziationen wurde der ursprünglich verwendete Begriff "superfound" durch den Begriff "just transition“ (gerechter Übergang) ersetzt. Dieser Begriff wurde zuerst von L. Leopold und B. Kohler 1995 während der International Joint Commission on Great Lakes Water[16] eingeführt.  Das Konzept des gerechten Übergangs gewann unter nordamerikanischen Gewerkschaftern schnell an Popularität. Andere große Gewerkschaftsorganisationen erklärten ihre offizielle Unterstützung für diese Idee.

 

Was ist eigentlich eine gerechte Transformation? Unterschiedliches Verständnis dieses Begriffs spiegelt die Vielfalt der politischen und ideologischen Überzeugungen wider, was sich in einem breiten Spektrum von Erwartungen niederschlägt, die an eine gerechte Transformation gestellt werden: von der einfachen Forderung nach der Schaffung von Arbeitsplätzen in der grünen Wirtschaft bis hin zur radikalen Kritik am Kapitalismus und der Ablehnung der Marktgesetze[17]. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es ziemlich schwierig, in der Literatur eine allgemein akzeptierte Definition der gerechten Transformation anzugeben. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich mit der gerechten Transformation Fachleute aus verschiedenen Bereichen, d.h. Klima, Energie und Umwelt, befassen.[18]. In jedem dieser Bereiche wird dieser "gerechte Übergang" auf etwas andere Weise verstanden, und zwar wegen der Forschung, die im Bereich der Klima-, Energie- und Umweltgerechtigkeit betrieben wird. Während es bei Klimagerechtigkeit darum geht, die Vorteile und Lasten des Klimawandels aus menschenrechtlicher Sicht zu teilen, geht es bei Energiegerechtigkeit um die Anwendung der Menschenrechte während des gesamten Lebenszyklus der Energie (von der Wiege bis zur Bahre)[19]; und Umweltgerechtigkeit zielt darauf ab, alle Bürger gleich zu behandeln und sie sie in die Entwicklung, Umsetzung und Durchsetzung von Umweltgesetzen, -vorschriften und -politiken einzubeziehen. Eine solche Differenzierung ist für Forscher von Bedeutung, aber aus der Perspektive eines einzelnen Mitglieds einer bestimmten Gemeinschaft scheint es weitaus wichtiger zu sein, die Frage zu beantworten: Was verbirgt sich in der Praxis hinter dem Schlagwort "gerechter Übergang" und auf welche Weise man davon betroffen ist.

 

Und hier taucht das zweite Problem auf, nämlich die Schwierigkeit, das Wesen einer gerechten Transformation eindeutig aufzuzeigen, weil es kein einheitliches, richtiges und allgemein anzuwendendes Muster dafür gibt. Es ist auch schwierig, ein streng definiertes Regelwerk anzugeben, dessen Befolgung zum Erhalt des Namens "gerecht" führen wird, denn "Gerechtigkeit" zu erreichen kann unter unterschiedlichen Umständen anders aussehen. Eine gerechte Transformation ist daher eher eine Vision und ein Prozess, die in einem geographischen, politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Kontext verhandelt und umgesetzt werden müssen[20]. Was in einem Fall gerecht und richtig ist, kann in einem anderen Fall als ungerecht angesehen werden. Die Umsetzung eines gerechten Übergangs in einem Land mit geringem Zugang zur sozialen Sicherheit für seine Bürger und einer Produktion, die stark von fossilen Brennstoffen abhängig ist, ist viel schwieriger als in einem Land mit entwickeltem sozialen Schutz und einer vielfältigen Wirtschaft.

 

Man kann also sagen, dass ein gerechter Übergang - auf nationaler und regionaler Ebene - der gesamte wirtschaftsweite Prozess der Entwicklung von Plänen, Strategien und Investitionen für die Zukunft bedeutet, in der alle Arbeitsplätze grün und menschenwürdig sind, die Emissionen netto null sind und die Armut kein Problem mehr darstellt, und die Gemeinschaften gedeihen und bleiben widerstandsfähig gegen den Klimawandel[21]. Aktivitäten im Bereich der gerechten Transformation, die im Rahmen des sozialen Dialogs zwischen Regierungsvertretern, Arbeitnehmern und Arbeitgebern entwickelt wurden, schaffen Vertrauen und unterstützen wirksamen Wandel. Für Unternehmen ist gerechte Transformation der Prozess der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Emissionsreduzierung auf der Grundlage des gesellschaftlichen Dialogs zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, der auch die Lieferkette des jeweiligen Unternehmens umfasst. Dies zielt darauf ab, Emissionen zu reduzieren und die Ressourceneffizienz so zu erhöhen, dass bestehende Arbeitsplätze geschützt und neue geschaffen werden, die größtmögliche positive Wirkung auf die Arbeitnehmer und die lokale Gemeinschaft erzielt wird und die kommerziellen Vorteile des Übergangs zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft maximiert werden.

 

Was die Empfehlungen dazu betrifft, wie die Transformation durchgeführt werden soll, damit sie als "gerecht" bezeichnet werden kann, so gibt es, wie bereits erwähnt, kein klares Rezept, sondern es werden "Sätze von Empfehlungen" formuliert, die helfen sollen, eine gerechte Transformation zu erreichen. Ein weithin anerkanntes Dokument, das vorschlägt, wie das Konzept der gerechten Umgestaltung umgesetzt werden kann, sind die Leitlinien der Internationalen Arbeitsorganisation[22], die eine Reihe von Leitprinzipien für an der Umgestaltung beteiligte Akteure enthalten.

 

So weist der IGB[23]  beispielsweise darauf hin, dass ein gerechter Übergang durch sozial und ökologisch verantwortliche Investitionen und kohlenstoffarme Entwicklungsstrategien erreicht werden kann. Die Bereitstellung von würdiger Arbeit und sozialem Schutz für diejenigen, die infolge von Veränderungen in der Wirtschaft ihren Arbeitsplatz und ihr Einkommen verloren haben, um die negativen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten zu verringern, ist ebenfalls eine wichtige Maßnahme im Rahmen eines gerechten Übergangs. Der IGB hat erkannt, dass faire Übergangspraktiken aufgrund von Unterschieden zwischen Ländern und Gemeinschaften variieren können.  Unter den Schlüsselelementen eines gerechten Übergangs wird von IGB jedoch Folgendes genannt[24]:

  • Große öffentliche und private Investitionen im Rahmen einer langfristig nachhaltigen Industriepolitik, die grüne Arbeitsplätze schaffen.
  • die Auswirkungen des Klimaschutzes auf die Beschäftigung im Voraus zu identifizieren.
  • Vorausschauende Planung von Maßnahmen, die die nachteiligen Auswirkungen auf den Klimaschutz ausgleichen sollen.
  • Soziale Sicherheit, einschließlich Sozialversicherung, Einkommenssicherung, Arbeitsvermittlung und sicherer Zugang zu Gesundheit, Energie, Wasser und sanitären Einrichtungen.
  • Schulung und Ausbildung zum Aufbau neuer Karrieren für diejenigen, die von den Veränderungen betroffen wurden.
  • Breite Konsultation mit Interessengruppen.
  • Entwicklung und Umsetzung eines "Diversifizierungs- und Anpassungsplans zum Klimawandel" für jede gefährdete Region und Gemeinschaft, als Alternative zur "Anpassung an den freien Markt", die nur zu Leid und Widerstand gegen den Klimaschutz führen wird.
  • Schutz der wirtschaftlichen Aktivitäten von Gemeinschaften, einschließlich neuer Energietechnologien und wirtschaftlicher Diversifizierung.

Diese aufgezeigten Aktivitäten, die Teil eines gerechten Übergangs sind, haben zwei Hauptziele:

  • Zunächst einmal wird ihre Umsetzung zu einer Gelegenheit, die Wirtschaft so umzugestalten, dass Arbeitsplätze geschaffen werden, die auch für von Ausgrenzung bedrohte Personen mit niedrigem Einkommen zugänglich sind.
  • Zweitens sollen sie die Fürsorge und den Schutz von Arbeitnehmern und Gemeinschaften, die mit fossilen Brennstoffen arbeiten, stärken, damit die Veränderungen keine negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung haben und damit die Arbeitnehmer in Wirtschaftszweigen, die auf diesen Technologien basieren, nicht zu Opfern der Transformation werden.

 

Zu einem gerechten Übergang gehört eine Reihe von Maßnahmen, die auf die herrschenden Bedingungen zugeschnitten sind. Ein möglichst breites Spektrum von Interessengruppen sollte in die Umsetzung dieses Konzepts einbezogen werden, wobei der gesellschaftliche Dialog und die Verhandlungen die Schlüsselinstrumente für seine Umsetzung sind. Eine gerechte Transformation bedeutet[25]:

  • Investitionen in Arbeitsplätze - Schaffung von menschenwürdigen Arbeitsperspektiven in Wirtschaftszweigen, die Emissionen reduzieren und die Gemeinden bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen;
  • Anerkennung des Beitrags, der von den Beschäftigten der fossilen Brennstoffindustrie in den gegenwärtigen Wohlstand geleistet wurde, und Bereitstellung von Einkommensunterstützung, Möglichkeiten zur Umschulung und zur Aufnahme einer Beschäftigung an einem anderen Ort sowie Gewährleistung, dass ältere Arbeitnehmer in den Ruhestand gehen können;
  • Gewährleistung der sozialen Sicherheit und der Achtung der Menschenrechte;
  • Investitionen in die Erneuerung von Gemeinden, um sicherzustellen, dass Regionen, die die erste Energie- und Industrietransformation oder den Klimawandel erleben, das Vertrauen in die Behörden wiedergewinnen;
  • die gemeinsame Nutzung von Innovationen und Technologien zu unterstützen, die eine rasche Umstellung von Produktions- und Energieunternehmen sowie aller anderen Wirtschaftszweige ermöglichen;
  • Einbeziehung von Arbeitnehmern und Gemeinden in die Erstellung von sektoralen Transformationsplänen für Megastädte;
  • Amtliche Anerkennung von Berufen im Zusammenhang mit der Rettung, dem Wiederaufbau von Gemeinden und der Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen Klimakatastrophen;
  • Der soziale Dialog mit allen Interessengruppen als Grundlage, unter Einbeziehung von Tarifverhandlungen mit den Arbeitnehmern und sie vertretenden Gewerkschaften in Maßnahmen im Zusammenhang mit Veränderungen am Arbeitsplatz, Ressourceneffizienz und Kompetenzentwicklung.

 

Die Umstände und Motive hinter dem Konzept des gerechten Übergangs weisen auf die lobenswertesten Ziele hin.  Aber dies bedeutet keinen Widerstand gegen das Konzept. Typischerweise ist dieser Widerstand auf die folgenden Gründe zurückzuführen:

  • Die Arbeitnehmer haben aufgrund ihrer Erfahrungen und Beobachtungen, wie sie im Laufe der Jahre behandelt wurden, das Gefühl, dass sie angesichts der Transformation der Wirtschaft einfach außen vor bleiben und sich selbst überlassen werden. Die Arbeitnehmer haben Angst vor Veränderungen, die mit einem Stellenabbau verbunden sind.
  • Praktische Erfahrungen der Arbeitnehmer, vor allem in der Kohleindustrie, zeigen, dass ein Wandel stattfindet, weil ein Viertel der Industrie bereits aufgelöst wurde, aber in den Augen der Arbeitnehmer hat dies nichts mit Gerechtigkeit zu tun, und die Arbeitnehmer in der Industrie tragen die Kosten dieses Wandels. Im Lichte dieses Arguments ist ein gerechter Übergang nur "eine Einladung zu einem feierlichen Begräbnis".
  • Der Begriff der gerechten Transformation wird auch als Nebelwand betrachtet.

 

Kritiker des Konzepts [26] haben jedoch keine Alternative vorgeschlagen. Die Frage bleibt also offen: Wenn nicht das Konzept der gerechten Transformation, was dann? Bislang gibt es keine vernünftige Alternative. Es muss nur noch dafür gesorgt werden, dass die edlen Ideale, die in dem Konzept enthalten sind, nicht erklärte Ideale bleiben, sondern dass ihnen konkrete Taten folgen, um sie in die Praxis umzusetzen.

 

Darüber hinaus ist anzumerken, dass die beteiligten Akteure, darunter Regierungen, Unternehmen, Arbeitnehmer und Gemeinden, dazu tendieren, den Status quo zu schützen und kohlenstoffintensive Industrien am Leben zu erhalten, selbst wenn sie kostenintensiv und unrentabel sind und keine Aussichten auf weitere Entwicklung haben[27]. Diese Abneigung gegen Veränderungen und der Widerstand gegen die Einführung umweltfreundlicherer Technologien  (Englisch: carbon lock-in) kann durch einen gerechten Übergang überwunden werden. Durch die Vorbereitung von Veränderungsplänen und die Einbeziehung der Verlierer eines fairen Übergangsprozesses können anfängliche Widerstände gebrochen und die Voraussetzungen für neue Klimabündnisse geschaffen werden. Ein gerechter Übergang unterstützt daher neben der Hauptabsicht, negative Auswirkungen zu minimieren und Chancen zu maximieren, auch die Umsetzung der Klimapolitik.

 

Die Grundlage der gerechten Übergangs bildet die Überzeugung, dass das Erkennen von Herausforderungen und Schwierigkeiten und das rechtzeitige und präventive Handeln in der Regel viel bessere Ergebnisse bringen als kein Handeln oder zu langes Warten. Ein proaktiver Ansatz, wie er im Konzept der gerechten Transformation zum Ausdruck kommt, kann die negativen Auswirkungen reduzieren und gleichzeitig die positiven Effekte der wirtschaftlichen Transformation maximieren, indem er den Arbeitnehmern und der Industrie zusätzliche Zeit verschafft, sich entsprechend vorzubereiten. Ein gerechter Übergang ist auch eine Gelegenheit, Gemeinden und Arbeitnehmer aktiv zu unterstützen und eng mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, um denjenigen Hilfe und neue Möglichkeiten zu bieten, die bei einem Wandel möglicherweise den Kürzeren ziehen. Dieser proaktive Ansatz wird durch frühere Erfahrungen unterstützt, die zeigen, dass Untätigkeit und verzögertes Handeln kostspielig sein können. Die Verlängerung der Lebensdauer und der Rückzug bei der Schließung von Industrien kann kurz-, mittel- und langfristig zu hohen Kosten führen. Zu diesen Kosten gehören die ständige finanzielle Unterstützung dieser Industrien, die Kosten für die Umschulung der Arbeitnehmer und die Arbeitslosenunterstützung sowie Gesundheits- und Umweltkosten, die die alternativen Kosten für die Verzögerung der Diversifizierung der Wirtschaft erhöhen. Durch frühzeitiges Handeln, Antizipieren und Reagieren auf Veränderungen können bessere und sozialverträglichere Ergebnisse erzielt werden.

 

Resümee

  1. Das Konzept der gerechten Transformation hat seinen Ursprung in den 1950er Jahren. Es hat sich in all den Jahren weiterentwickelt, und die Gewerkschaften haben einen grundlegenden Beitrag zu seiner ntstehung und Entwicklung geleistet.
  2. Das Konzept der gerechten Transformation kann aus der Perspektive seiner konstituierenden Elemente analysiert werden, und zwar der Klima-, Energie- und Umweltgerechtigkeit.
  3. Gerechter Übergang kann auch als eine Reihe bestimmter Prinzipien angesehen werden, die befolgt werden müssen, damit der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft für alle Beteiligten ein Gewinn wird.
  4. Trotz der lobenswerten Annahmen gibt das Konzept des gerechten Übergangs Anlass zu Widerständen und Ängsten, die einerseits aus der Furcht vor Veränderungen und der Bindung an das, was ist, selbst wenn es uns nicht dient, und andererseits aus der Überzeugung entstehen, dass der höchste Preis für Veränderungen immer von den Schwächsten/Armen gezahlt wird.

 

Probleme zur Diskussion

  1. Der individuelle Aspekt der Mensch-Umwelt-Beziehung. Fragen zur Diskussion: Wie beeinflusst jeder Mensch die Umwelt? Beeinflusst der Mensch als Arbeitnehmer auch die Umwelt? Reicht das individuelle Engagement für den Umweltschutz aus, um die Erde vor weiteren Klimaveränderungen zu schützen?
About the project

About the project

Sustainable Future
Main activities

Main activities

Knowledge sharing
Main objectives

Main objectives

Dialogue and consultation
Key results

Key results

Trainings & seminars
Green organizations for sustainable futureGreen organizations for sustainable future

I agree to the processing of data in accordance with the Privacy Policy. If you do not agree, please disable cookies in your browser. More →

Changes to the Privacy Policy


In accordance with the legal requirements imposed by the Regulation of the European Parliament and of the Council (EU) 2016/679 of 27 April 2016 on the protection of individuals with regard to the processing of personal data and on the free movement of such data and repealing of the Directive 95/46/WE, a new Privacy Policy applies on this Website, which contains all information regarding the collection, processing, and protection of personal data of users of this Website.

Furthermore, we remind you that for the correct operation of the website we use information stored in cookie files. You can change the cookies settings in the settings of your browser. If you do not agree to the use of cookies on this Website, please change the settings in your browser or leave the Website.

Privacy Policy